20. Mai 2007 von Magic
Vorab erst mal Gratulation an Andy, er hat die Quali. Aber hier erst mal alle Zeiten im einzeln:
                         Andy             Magic
Swim Lap 1Â Â Â Â Â 00:28,24Â Â Â Â Â Â 00:32,39
Swim Lap 2Â Â Â Â Â 00:29,20Â Â Â Â Â 00:33,59
Transition 1Â Â Â Â Â 00:03,50Â Â Â Â 00:04,17
Bike                  05:39,06      06:03,51
Transition 2Â Â Â Â Â 00:03,22Â Â Â Â Â Â 00:05,07
Run Lap 1Â Â Â Â Â Â Â Â 00:25,00Â Â Â Â Â 01:02,07
Run Lap 2Â Â Â Â Â Â Â 00:25,58Â Â Â Â Â Â 00:32,35
Run Lap 3Â Â Â Â Â Â Â Â 00:26,23Â Â Â Â Â 00:39,42
Run Lap 4Â Â Â Â Â Â Â Â 00:28.05Â Â Â Â Â 00:38,57
Run Lap 5Â Â Â Â Â Â Â Â 00:28,02Â Â Â Â Â 00:38,39
Run Lap 6        00:28,56     00:40,29
Run Lap 7Â Â Â Â Â Â Â Â Â 00:29,27Â Â Â Â Â 00:34,59
Run Lap 8Â Â Â Â Â Â Â Â Â 00,29,01Â Â Â Â Â 00:36,23
Totals
Swim time        00:57,43     01:06,37
Bike time          05:39,06    06:03,51
Run time           03:40,49    05:23,47
Finish time       10:24,49     12:43,37
Andy
Andy hat im Großen und Ganzen ein perfektes Rennen hingelegt. Seine Schwimmzeit war zwar schlechter wie im letzten Jahr, aber das hat an den äußeren Bedingungen gelegen. Denn die letzten 750 m im jeweiligen Swim Lap hatten wir eine irre Strömung. Beim Radfahren hatte Andy sich mit Krämpfen in seinen Oberschenkel herum zu plagen – er hätte nach eigener Aussage das ein oder andere Rennen vor Lanzarote sein lassen sollen.
Aber nach Nazaret auf der Holperstrecke hat er sich wieder gefangen und konnte noch einige andere Athleten überholen. Beim Laufen hat Andy dann alles gegeben. Die äußeren Bedingungen waren noch schlechter wie im Vorjahr, es herrschte ein starker Gegenwind auf der Laufstrecke. Andy wurde 10er in seiner AK und holte sich das begehrte Hawaii-Quali-Ticket, das ist das einzige was zählt.
Magic
Ich habe mich beim Schwimmstart in der 10, Reihe eingruppiert und durfte beim Start die größte Schlägerei abbekommen, die ich je erlebt hatte. In der zweiten Runde hat sich die Lage dann entspannt. Mit meiner Schwimmzeit war ich zufrieden, denn ich bin davon ausgegangen, dass die Schwimmzeiten allgemein schlechter waren wie im Vorjahr.
Für meinen Zeitplan hatte ich eh 1,15 Stunde geplant, mit beiden Wechseln und somit lag ich voll im Soll. Beim Radfahren bin ich es gemäßigt angegangen und konnte Anfangs nicht so viele überholen wie es normalerweise gewohnt bin. Aber ich habe Christophs Ratschlag zum Herzen genommen – mach dein Rennen. Leider habe ich Anfangs zu wenig getrunken,
da das Wetter kühl war und Streckeweise sogar geregnet hat, hatte ich das trinken unterschätzt. Kurz vorm Mirador lag ich noch auf Kurs einer 5,20 Stunden Radzeit – merkte aber, dass meine Flüssigkeitsspeicher zu Ende gehen und ich dringest mehr trinken muss. Als ich oben am Berg angekommen war nahm ich drei Radflaschen auf, die aber leider alle drei nicht einmal halb voll waren. Als ich das erkannte war ich aber schon mitten in der Abfahrt. Jetzt kam es wie es kommen musste,
die nächste Verpflegungsstation kam und kam nicht. Als ich sie erreichte war ich vollkommen dehydratisiert. Ich hielt an und trank erst mal 2 Flaschen. Mit einem Wasserbauch fuhr ich weiter, leider brachte ich meinen Puls nicht einmal mehr auf 120 Schläge. In Aeroposition konnte ich auch nicht mehr fahren, weil es mir mit meinem Wasserbauch sonst schlecht wurde und das gerade dann als der meiste Gegenwind herrschte. Auf den letzten 50 km verlor ich dann über eine halbe Stunde. Doch die größere Sorge machte mir zu diesem Zeitpunkt schon das Laufen, auf welches ich mich eigentlich so gefreut hatte. Als ich dann los gelaufen bin wusste ich sofort heute geht es nur ums ankommen.
Nach zwei km legte ich mich erst einmal eine halbe Stunde hin und trank nochmals zwei Radflaschen, in der Hoffnung nochmals auf die Beine zu kommen. Es hat aber alles nichts geholfen, ich hatte Schädelbrummen, mir war nach Kotzen und eigentlich wollte ich auch nicht mehr.
Ich lief dann die erste Runde zu Ende und da kam wieder Gedanke ans aufhören. Hier kam mir aber Matthias in den Kopf, wie wir den letztes Jahr zusammen geschissen hatten, dass er nach der ersten Runde aufgehört hat und meinen Kindern predige ich auch immer, was man anfängt bringt man auch zu Ende. So hab ich mich dann doch weiter geschleppt auf die nicht enden wollenden 32 km. Eines hätte ich mir auf jeden Fall nicht träumen lassen, dass ich noch mal einen Ironman in 12 Stunden finishen werde oder dass 5 km beim Laufen einmal eine fast unerreichbare Distanz für mich werden. Dies alles durfte ich gestern jedoch erleben. Den Finisher-Gedanken habe ich auf jeden Fall aufrechterhalten – ich hoffe bloß, dass der Preis hierfür nicht zu hoch war, denn ich fühle mich immer noch Scheiße und Frankfurt kommt bald. Hoffentlich kann ich mich gut erholen.