17. Februar 2008 von Magic
Ute ist am Donnerstag ins Skifahren gegangen. Da hatte ich die Kindern 4 Tage alleine an der Backe. Na ja, dachte ich, das ist kein Problem, aber so easy war es dann doch nicht. Das schlimmste war das ständige hinterher räumen und das mit den Hausis – da braucht man schon Nerven. Weil unsere Kleine am Tag mind. 10 Schoppen leer macht, durfte ich Pampys im Akkord wechseln und da ich des Öfteren nicht rechtzeitig dran war, hieß das na klar neuer Body, neue Hose und …
Im Geschäft sind wir auch am bauen, dann noch die Doppelbelastung mit dem Internet-Shop und trainieren nur zur Nachtzeit, wenn die Kinder schon Bett sind. Doch das größte Problem heute – es waren 4 Stunden Rad und 2 Stunden laufen auf dem Plan. O.k. Rad fahren ging gar nicht – aber laufen, das musste ich Tags über hinbekommen – denn 2 Stunden nachts laufen, dazu hatte ich gar keinen Bock. Markus hatte um 14.45 Uhr ein Fußball-Turnier. Diese Zeit nutzte ich. Manu packte ich in den Babyjogger und Micky auf sein Rad – Lu durfte nebenher laufen. Wir liefen bis kurz vor Jagstzell und wieder retour – möglichst flach, damit Micky die zwei Stunden gut überlebte. Jetzt fühle ich mich wie nach 14 Tage Trainingslager oder eher noch platter. Aber Ute hatte sich das Skifahren auch wirklich verdient – bin ja auch ab und zu auf Achse – grins.
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11. Februar 2008 von Magic
Nachdem ich am Dienstag in Lanzarote noch zum Abschied einen langen Lauf gemacht habe, habe ich den Rest der Woche etwas ruhiger angehen lassen. Mein Schwerpunkt lag in der Woche nur auf dem Laufen. Am Samstag hat mich Christoph daeauf angesprochen, ob ich nicht mit Udo am Sonntag einen Laktat-Test auf dem Rad machen wolle – da hab ich spontan mal ja gesagt. Der Test verlief insgesamt ganz O.k. – leider hat mich die letzte Stufe total aus dem Leben geschossen, ich war total platt. Doch im Anschluss musste ich noch mit Christoph, Eric und Udo 2,5 Stunden „locker“ mitradeln – hat nicht wirklich Spaß gemacht, denn meine Beine waren einfach leer.
Das Testergebnis findet ihr: hier klicken
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4. Februar 2008 von Magic
… nachdem wir an ihm in El Golfo förmlich vorbei geflogen sind. Das war unser High Light des Tages. Wir sind den ganzen Weg nach El Golfo schon gefahren wie die Irren und das bergigst. Als wir ĂĽber Uga Richtung El Golfo rasten, sahen wir zwei Jungs vor uns, die nicht ohne aussahen. Martin hatte gerade seine 5 Minuten und explodierte förmlich. Er raste, mit Wolpi und mir im Schlepptau, auf die Jungs zu wie ein Irrer. Kurz bevor wir zum ĂĽberholen ansetzten, ĂĽberholte uns noch ein Kleinbus, in dem seinen Windschatten heftete sich Martin und dann passierte etwas, das Ain Al Johansen (dem 2fachen IM Lanzarote-Gewinner) wahrscheinlich nicht jeden Tag passiert - wir donnerten in einem Tempo vorbei, das sich gewaschen hatte. Kurz darauf ging Wolpi an die Spitze und fuhr wie gestört weiter. Als wir nach so 8 Minuten uns wieder beruhigt hatten, kamen die Jungs von hinten. Ich erkannte sofort wer es war und lachte mich Tot und rief Wolpi zu - er könne wieder Gas geben um Ain Al Johansen zu versägen. Wolpi unterhielt sich eine Weile mit Ain Al und gab dann wieder Gas. So fuhren wir den zwei wieder davon. Kurz später trafen wir JĂĽrgen Sigwarth und schnackten eine Runde. Als nächstes ging es in die Feuerberge wo Martin zum Bergfahrer mutierte - ich weis echt nicht wie er das nach diesen harten Tagen noch hingebracht hat - Wolpi konnte es sich aber nicht nehmen lassen als erster oben zu sein.
Den Rest fuhren wir vollens locker - bis auf den Anstieg nach Teguise. Die Krönung des Tages war jedoch, daĂź mir nach Orzola noch Mal eine Speiche gebrochen ist und meine Felge so an den Bremsen gestriffen hat, daĂź ich die letzte Stunde im WSA-Bereich heimfahren durfte. Sechs Kilometer vor dem Hotel hat es dann auch noch den Reifen verrissen - da eh schon alles am Arsch war, bin ich auf der Felge heim gefahren. Nach diesen 6,15 Stunden habe ich es mir nicht nehmen lassen noch zu Koppeln. Nach 45 min “lockerem” laufen ist dieses Trainingslager nun zu Ende.
Party On, Magic
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3. Februar 2008 von Magic
Morgens um 9.30 Uhr ging es wieder los - ich selber war lange genug wach, nachdem mich Doc viel zu frĂĽh aus dem Bett geklingelt hatte (er vergiĂźt in seinem Trainingslager bestimmt auch mal sein Handy auszustellen - grins). Abends zuvor habe ich Martin noch eine Regeneration Competition Drink von mir gegeben, damit er besser regeneriert - das hätte ich besser nicht machen sollen. Denn als wir die Berge nach einer Stunde erreicht hatten und nur gegen den Wind gefahren sind, hatten wir einen schlappen 30er Schnitt auf dem Tacho stehen. An den Mirador del Rio sind die zwei dann hochgefahren wie die Gestörten. O.k. ich war noch in Sichtweite. Als wir das letzte StĂĽck vollens nach oben gefahren sind, waren auf einmal die Dänen wieder da. Mit den hatte sich Wolpi schon an Tag 4 ein Duell geliefert - nachdem der eine gemeint hatte, daĂź er dieses Jahr beim IM Lanza unter 10 Stunden bleiben wolle. Am Tag 4 konnte Wolpi gewinnen. Doch heute, das war zum tot lachen - ich bin wirklich fast vom Rad gefallen. Wolpi, schaute dem Dänen mindestens 10 Sek, wärend er parallel zu ihm gefahren ist, in die Augen - tief in die Augen und dann ging es los. Fast selbstmörderisch fuhren sie Richtung Gipfel und Wolpi kotzte sich richtig aus und wurde Zweiter - ob er das verkraftet - grins. Das Tempo wurde nicht wirklich lockerer - ich spĂĽrte einfach meinen Lauf vom Vortag und Martin - Martin war nach einer Woche Urlaub auf einmal da wie eine Eins. Das hieĂź fĂĽr mich - keine Verschnaufpause. O.k. irgendwann hatten ich mich auch ĂĽber die Wetterstation gequält und raste Richtung Teguise, wenigstens in dieser Disziplin hatte ich heute die Nase vorn. An der Tanke machten wir Pause. Wolpi meinte er habe heute richtig Probleme auf der Ebene Druck zu machen. Martin und ich dachten das selbe - hervorragend, daĂź es bis nach El Golfo Flach weiter geht. Wir also gleich Druck gemacht und es war ganz klar zu merken, Wolpi war endlich auch einmal an seinen Grenzen - das tat gut, leider war es bei mir nicht anders - nur Martin schien das ganze nichts auszumachen. Doch das ganze sollte nicht mehr lange gut gehen,denn kurz nach dem Monumento rieĂź mir eine Speiche am Hinterrad. Selbst nachdem ich die Bremse komplett geöffnet hatte streifte die Felge noch heftigst. Ich meinte nur: “fahrt weiter - ich dreh um”. Gesagt getan - mit einer Wut im Bauch, da ich mit diesem Laufradsatz schon zum dritten Mal im Trainingslager war und jedes Mal eine Speiche gerissen war und jedes Mal die ganze Sch…. wieder neu eingespeicht wurde und mir jedes Mal versprochen wurde - das kommt nicht mehr vor, fuhr ich zurĂĽck nach Costa Tequise. In einem Radgeschäft konnte ich das Hinterrad notdĂĽrftig reparieren, damit ich morgen wieder fahren kann.
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3. Februar 2008 von Magic
Nachdem Martin nach Tag 4 noch etwas sauer war und sich nicht wirklich vorstellen konnte, dass Wolpi und ich wirklich locker radeln können - an unserem Ruhetag - radelten Wolpi und ich alleine los. Wir hatten uns entschieden mit Puls unter 110 nach Orzola zu rollen und wieder retour. Schwer wurde es nur als Andreas Niedrig von hinten kam. Wir hängten uns als erstes Mal in seinen Windschatten - der groß genug ist, mit so einem breiten Kreutz. Es war echt easy, doch dann bog er ab - in die Berge, es hat bei uns beiden richtig gekrippelt - ein Duell hätte echt Spaß gemacht - aber es war Ruhetag und wir blieben konzequent - wir fuhren weiter nach Orzola. Nach 3 Stunden waren wir wieder retour - Pulsschnitt 106 - das war mal locker - ich glaube so bin ich noch nie herumgegurkt. Abends gingen wir noch Schwimmen.
Am Tag 6 wurde es wieder ernst. 6 1/4 Stunden Rad fahren und danach 45 min Laufen. Nachdem sich Martin und Wolpi abends ausgesprochen hatten, ging es wieder zu Dritt auf die Piste. Wir entschieden uns fĂĽr die Ironman-Strecke und das Motto des Tages war “Party On”. O.k. ĂĽberholt haben uns nur Autos - LKWs taten sich schon schwer - ich persönlich klebte an Wolpis Reifen - nach dem alten Motto, “blos nicht hoch schaun” - war echt geil. Ich betete nur - hoffentlich bleibt mir der Martin lang erhalten - auf ihn mussten wir nach jedem Berg warten - das war meine einzige Möglichkeit wieder zu Luft zu kommen. Es war auf jeden Fall eine riesen Gaudi. Zum SchluĂź haben wir uns noch die Wetterstation vorgenommen. Am Anfang gings noch, dann hatte ich aber sogar Probleme an Martin dran zu bleiben - bis zu dem Zeitpunkt, als ich der Meinung war eine Schwäche an Wolpi zu erkennen und dann ging die Hetzjagt wieder los - Wolpi hat nur zu frĂĽh erkannt, daĂź ich von hinten komme und hat mich nicht mehr ran kommen gelassen. Wow, das war echt geil. Die Krönung war die RĂĽckfahrt - da muĂźte mein Wolpi auch Mal reiĂźen lassen - da war die innere Befriedigung wieder hergestellt.
Im Anschluss haben wir gekoppelt. Wir sind ganz ordentlich losgelaufen - am Anfang war ich der Meinung, dass es bei mir nicht so Rund läuft - bis Martin gemeint hat:”Hey, ganz schön flott - du läufst bestimmt 4,40 min/km - Wolpi entfernt sich ja gar nicht”. Da war die Kampfsau in mir auf einmal wieder da und ich klebte immer in Sichtweite an Wolpi. Das waren bestimmt 10 km in den 45 Minuten.
Und heute, was machen wir heute - na klar das selbe
Party On, Magic
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